Als eine der bekanntesten Persönlichkeiten aller Freiheitskämpfer Südtirols gilt wohl die Bauernmagd Katharina Lanz. Die am 29. September 1771 in St. Vigil in Enneberg geborene Katharina gilt als eine Art Jeanne d´Arc (französische Nationalheldin, 1412-1431). Katharina Lanz kämpfte im Alter von 26 Jahren mit Michael Pfurtscheller und Anton Reinisch in der Schlacht von Spinges bei Mühlbach in Südtirol am 2. April 1797. An der Seite eines Inntaler Schützenaufgebots kämpfte sie gegen eine Division der Armee Napoleons. Im Gegensatz zu anderen als Mann verkleideter weiblicher Militärpersonen kämpfte sie als Bauernmagd. Der Anführer des Landsturms sagte über sie: „Man sah hier und unter anderen eine Bauernmagd aus Spinges, die mit zusammengegürtetem Unterkleide und fliegenden Haaren auf der Friedhofsmauer stehend die anstürmenden Feinde mit ihrer kräftig geführten Heugabel hinunterstieß.“ Entgegen dieser Aussage erinnert in der Pfarrkirche zu Spinges ein Glasfenster an die Südtiroler Freiheitskämpferin. Hierauf ist sie in der Kapellentür dargestellt, wie sie mit einer Heugabel gegen französische Soldaten kämpft und von der Kapelle wegdrängt. Die Bildunterschrift lautet: „Keines frechen Fremdlings Fußtritt Soll das Heiligtum beflecken, Will Altar und Tabernakel Noch mit meiner Liebe decken!“ Ab circa 1807 gilt Katharina Lanz als Symbolfigur des Freiheitskampfes der Tiroler in den Franzosenkriegen (Koalitionskriege). Am 8. Juli 1854 starb sie in Andratz in Buchenstein.

Als bekannter Freiheitskämpfer Tirols gilt der Wirt, Pferde- und Weinhändler Andreas Hofer. Am 22. November 1767 am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier in der Grafschaft Tirol geboren, ist er auch als „der Sandwirt“ durch seine Wirtstätigkeit im Gasthaus „Am Sand“ bekannt. 1809 kämpfte er als Anführer der Tiroler Aufstandsbewegung und gilt daher als Freiheitskämpfer gegen die bayerische und französische Besetzung seiner Heimat. Bis zuletzt leistete Andreas Hofer Widerstand und wurde zum Geächteten. Nach dem entgültigen Zusammenbruch des militärischen Widerstands suchte er mit seiner Familie und seinem Sekretär und Vertrauten Kajetan Sweth an mehreren Stationen Zuflucht. Auf der Mähderhütte der „Pfandleralm“ endete am 28. Januar 1810 seine Flucht, nachdem sein Aufenthaltsort von dem Tiroler Franz Raffl für 1500 Gulden verraten wurde. Zuerst nach Bozen, danach Mantua gebracht, wurde Andreas Hofer im Militärgefängnis Porta Molina festgesetzt. Der französische Kaiser Napoleon ordnete die unverzügliche Aburteilung und Exekution an. Ein französisches Kriegsgericht verhängte nach kurzer Gerichtsverhandlung das bereits diktierte Todesurteil. Bereits einen Tag später wurde dieses von einem Erschießungskommando vollstreckt. Andreas Hofer starb am 20. Februar 1810 in Mantua im Königreich Italien. Er wird insbesondere von der deutschsprachigen Bevölkerung als Volks- und Nationalheld geehrt.

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